
SchwarzmilanDieser Schwarzmilan hatte eine längere "Reise" überstanden bevor er zu uns kam.Beim Überfliegen der Autobahn wurde er von einem Laster erfasst und klebte regelrecht im Kühlergrill. Der Fahrer bemerkte seine neue "Kühlerfigur" erst auf einer Raststätte, nachdem er von anderen Autofahrern aufmerksam gemacht wurde. Nach der Befreiung aus seiner misslichen Lage und einen "Genesungsurlaub" mit viel Fisch und Fleisch konnte er nach reichlich zwei Wochen wieder erfolgreich ausgewildert werden. |
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MäusebussardDieser Bussard verletzte sich auf seinen Beuteflug nach einer Kollision mit einer Fensterscheibe. Vögel erkennen Fensterscheiben nicht als Hindernis, wenn sich in ihnen die Umrisse von Bäumen widerspiegeln. Sie fliegen meistens mit hoher Geschwindigkeit dagegen und brechen sich fast in jeden Fall das Genick.Da aber der Mäusebussard doch etwas stabiler ist, konnte er nach einer mehr-wöchigen Pflege wieder in seinem Revier ausgesetzt werden. |
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TurmfalkeDer "Turmi" wurde als noch nicht flügger Jungvogel auf einer Straße aufgefunden und zu uns gebracht. Das ist aber kein Einzelfall. Jedes Jahr bekommen wir einige Jungfalken.Jeder der einen noch nicht voll flugfähigen, aber unverletzten Jungvogel findet, sollte ihn an Ort und Stelle belassen oder zumindest etwas abseits in Gebüsch setzen. Die meisten Jungvögel werden von den Altvögeln so lange gefüttert bis sie voll flugfähig sind. Die Elterntiere der Greifvögel sind die besten Lehrmeister für den Beuteerwerb ihrer Jungen. Bei einer Handaufzucht tritt ein nicht unerhebliches Problem bei der Wiederauswilderung auf, da die Jungvögel das Jagen noch nicht so perfekt beherrschen. Nur mit großem Aufwand durch die Haltung in speziellen Auswilderungsvolieren oder durch das falknerische Abtragen können die Jungvögel das Jagen erlernen. Trotzdem besteht immer noch ein großes Risiko in den ersten Tagen ihrer Freiheit, da sie ja auch keine Beutegreifer wie zum Beispiel den Habicht kennen. Er ist mit Abstand der gefährlichste natürliche Feind des Turmfalken. Aber auch der Habicht will leben und braucht Nahrung für seine Jungen. |
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Waldkauz "Bodo"Der Waldkauz wurde in einem sehr schlechten Zustand am Straßenrand gefunden.Er war bei seiner Ankunft bei uns mehr tot als lebendig. Starke Verletzungen im Kopfbereich zeugten von einer nächtlichen Kollision mit einem Auto. Er wurde über einen längeren Zeitraum nur mit flüssiger Nahrung aus einer Pipette ernährt, da er seinen Schnabel aufgrund der Verletzung nicht öffnen konnte. Später wurde dann sehr klein geschnittenes Kükenfleisch zugefüttert. Erst nach mehreren Wochen konnte er wieder selbstständig Nahrung aufnehmen. Heute lebt "Bodo" bei uns, da er aufgrund seiner schweren Verletzungen nicht mehr ausgewildert werden kann. |
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ZiegenmelkerDer sehr seltene Ziegenmelker oder auch Nachtschwalbe genannt, gehört zur Familie der Schwalme. Ziegenmelker sind Dämmerungsvögel die in den Abend- und Morgenstunden auf Insektenjagd gehen.Tagsüber ruhen sie auf den Erdboden oder in Längsrichtung auf Ästen. Durch ihr Tarngefieder sind sie nicht vom Untergrund zu unterscheiden. Die Nester mit den zwei Eiern befinden sich immer auf den Erdboden. Wenn die Küken geschlüpft sind, bleiben sie nicht im Nest, sondern verstecken sich in der Umgebung im Gestrüpp. Bei unseren Ziegenmelker handelte es sich um einen noch nicht flügge gewordenen Jungvogel, der von seinen Findern in bester Absicht "gerettet" wurde. Wie bei vielen anderen Tieren werden auch die jungen Ziegenmelker von den Altvögeln so lange gefüttert, bis sie flugfähig sind. Durch ihre gute Tarnung sind sie für eventuelle Beutegreifer sehr schwer zu finden. In diesem Fall wurde der Jungvogel mitten auf einen Hof gefunden und aus Angst vor Nachbars Katze zu uns gebracht. Er wurde zwei Tage mit Grillen gefüttert, bevor er wieder in sein angestammtes Revier zurückgebracht wurde. Durch Beobachtung konnte festgestellt werden, dass die Alttiere den Jungvogel ohne Probleme weiterfütterten, bis er nach einigen Tagen selbst flugfähig war. Ende August, Anfang September fliegen die Ziegenmelker ins südliche Afrika wo sie den Winter verbringen. Im Frühjahr, Ende Mai, Anfang Juni erscheinen sie wieder in ihren Brutgebieten. |
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GraureiherAbgemagert bis auf die Knochen wurde dieser Graureiher im Winter aufgefunden.Jedes Jahr sterben sehr viele Graureiher, wenn eine geschlossene Schneedecke auf den Feldern liegt. Sie können dann ihre Hauptbeute, Mäuse, nicht mehr jagen. Wenn die Reiher zu lange auf den Feldern gestanden haben, ohne Nahrung aufzunehmen, sind sie meistens auch zu schwach, um in ein anderes Gebiet zu ziehen. Sie sterben dann oder werden zur leichten Beute von Fuchs und anderen Beutegreifern. Dieser aber hatte Glück, dass er gefunden wurde. Nach einigen Wochen des Aufpäppelns, in denen er täglich ca. 15 Küken gefressen hatte, konnte er im Frühjahr wieder ausgewildert werden. Der Graureiher besuchte uns später noch einige Male, aber wahrscheinlich nicht aus Dankbarkeit, sondern eher weil ihm die Goldfische aus unseren Teich so gut schmeckten, an denen er sich gütlich tat. |
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PekingenteDas ist "Erna" die Pekingente, die als Küken mit zwei gebrochenen Läufen abgegeben wurde.Nachdem die Läufe fixiert waren, konnte sie einige Zeit nur auf dem Bauch hin und her kriechen. Aber ihr Zustand wurde schnell besser, bis die Verletzungen komplett ausgeheilt waren. Heute lebt "Erna" auf einen Bauernhof und ist glücklich und zufrieden. |
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RehDieses Reh wurde kurz nach einer Kollision mit einem Fahrzeug am Straßenrand aufgefunden. Die Verletzungen sahen schlimmer aus als sie es waren. Nach ein paar Tagen der Pflege und gutem Futter konnte "Bambi" wieder in seinem Revier in die Freiheit entlassen werden. |
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WaschbärDas ist "Mischka" der Waschbär, der als Jungtier im Alter von 2 Monaten im Wald aufgefunden wurde. Seine Mutter lag am Straßenrand vom Auto überrollt.Da Waschbären erst mit einem Alter von 3 Monaten selbstständig Nahrung aufnehmen können, trieb "Mischka" sein Hunger aus der schützenden Höhle im Baum. Die Überlebenschancen für einen Waschbär mit 2 Monaten sind in der Natur gleich Null. Er wurde zu uns gebracht und aufgepäppelt. Da er schon einige Tage im Wald herumirrte kann man sich seinen Appetit, den er entwickelte, auch gut vorstellen. Er entwickelte sich hervorragend. Trotzdem muß man sagen, dass Waschbären keine Haustiere sind. Männliche Waschbären können bei Eintritt der Geschlechtsreife sehr rabiat werden, da sie den Menschen durch die enge Bindung der Aufzucht als Artgenossen ansehen und ihm gegenüber auch ihr Revier verteidigen. In der Natur sind Waschbärrüden meistens Einzelgänger, nur die Fähen bilden kleine Gruppen die aber sehr lockere Strukturen haben. Meistens bleiben die Mütter mit ihren Töchtern einige Jahre zusammen. Im Gegensatz dazu gehen die Rüden mit Eintritt der Geschlechtsreife auf Wanderschaft, um sich ein neues Revier zu suchen. |
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